MPN-Lexikon

Wir danken der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe (DLH) für die Zusammenarbeit beim Erstellen dieses Lexikons.

Blutstammzell-Ernte
Mobilisierte Blutstammzellen (siehe „Blutstammzelle“) werden mit Hilfe eines Blutzellseparators aus dem Blut abgetrennt und konzentriert.

Der Vorgang dauert 2-4 Stunden. In dieser Zeit werden schrittweise ca. 10 Liter Blut aus einer Armvene oder über einen Venenkatheter in den Blutzellseparator gepumpt und dort prozessiert. Die Stammzellen werden abgetrennt, das bearbeitete Blut wird dem Spender wieder in die Vene zurückgegeben.

Blutstammzelle
die unreifste, „undeterminierte“ oder aber bereits „determinierte“ (auf eine bestimmte Weiterentwicklung festgelegte) Stammzelle der Blutbildung..

Diese Zellen kommen normalerweise nur im Knochenmark vor. Unter bestimmten Bedingungen werden sie ins Blut ausgeschüttet (siehe auch „Blutstammzell-Mobilisierung“).

Blutstammzelltransplantation
Definition:
Übertragung von Blutstammzellen

Die Übertragung von Blutstammzellen selbst erfolgt im Prinzip wie eine Knochenmarktransplantation. Der Hauptunterschied zwischen Blutstammzell- und Knochenmarktransplantation liegt in einer etwas (ca. 1 Woche) rascheren Regeneration der Leukozyten und Thrombozyten. Hieraus resultieren eine raschere Erholung der Patienten und eine geringere Häufigkeit von Infektionen. Es ist denkbar, dass bei allogener Blutstammzelltransplantation die Blutstammzellen wegen ihres im Vergleich zu Knochenmark höheren Gehalts an T-Lymphozyten zu einer höheren Rate an chronischen Graft-versus-Host Reaktionen führen. Letzteres wiederum kann möglicherweise zu einem verbesserten anti-leukämischen Effekt führen.

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