MPN-Lexikon

Wir danken der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe (DLH) für die Zusammenarbeit beim Erstellen dieses Lexikons.

Milzvergrößerung
Splenomegalie

 

 

Minitransplantation, dosisreduzierte Transplantation
Definition:
neues Konzept bei der allogenen Stammzelltransplantation,
bei dem die toxischen Komponenten der Vorbehandlung auf ein so geringes Maß reduziert werden, dass es nicht zu einer vollkommenen Zerstörung des Knochenmarks kommt. Immunzellen des Spenders sollen verbliebene Leukämiezellen angreifen.
molekulare Diagnostik
Definition:
Diagnosemethode, die informationstragende biologische Moleküle zum Gegenstand haben, also z.B. Untersuchung der Erbsubstanz zur Auffindung einer krankmachenden genetischen Veränderung
molekulargenetische Remission
Definition:
Veränderungen auf der Ebene des Erbgutes der krankhaft veränderte Zellen sind nicht mehr nachweisbar (z.B. die Jak2-Mutation bei der MPN).
Monoblasten
Definition:
Vorläuferzellen von Monozyten
monoklonal
Definition:
von einem einzigen, genetisch identischen Zellklon ausgehend oder gebildet
Monoklonaler Antikörper
Definition:
Ein Antikörper ist ein Eiweiß, welches normalerweise zur Abwehr eines in den Körper eingedrungenen Keimes oder einer anderen Gefahr vom Immunsystem gebildet wird.
Ein Antikörper bindet gezielt an bestimmte Oberflächenstrukturen des Eindringlings und löst dadurch eine Reihe weiterer Immunreaktionen aus, die letztlich zur Abtötung und Beseitigung des Keimes führen. Der komplexe Vorgang der Erkennung eines schädlichen Keimes und der Antikörperbildung wird vornehmlich von den sogenannten B-Lymphozyten bewerkstelligt. Dabei durchlaufen diese B-Zellen eine Entwicklung von der Stammzelle bis zur Plasmazelle. Diese produziert große Mengen des Antikörpers und gibt sie ins Blut ab. Von monoklonalen Antikörpern spricht man, wenn diese von den Abkömmlingen einer einzelnen Plasmazelle gebildet werden und völlig identisch sind. Monoklonale Antikörper werden in der Therapie eingesetzt.
Monozyten
Definition:
ein Typ der weißen Blutkörperchen (siehe auch „Leukozyten“), der Bakterien zerstören kann
Monozytopenie
Definition:
Morbidität
Definition:
Morbilität, ein statistischer Begriff: darunter versteht man die Krankheitshäufigkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe.
Neben der Mortalität und Lebensqualität zählt die Morbidität zu den sog. patientenbezogenen Endpunkten. In diesem Zusammenhang werden darunter die Beschwerden und Komplikationen unter einer Therapie verstanden.
Mortalität
Definition:
Sterblichkeit, statistische Sterblichkeitsziffer
MPD
Myeloproliferative Erkrankung
MPN
Myeloproliferative Neoplasien
Mukositis
Definition:
Entzündung der (Mund-)Schleimhaut
Multizentrische Studie
Definition:
Klinische Studie, die nach einem einzigen Prüfplan an verschiedenen Prüforten durchgeführt wird und an der daher mehrere Prüfer beteiligt sind.
myeloablativ
Definition:
komplette Zerstörung des blutbildenden Knochenmarks durch Hochdosischemotherapie und Ganzkörperbestrahlung
Myeloblasten
Definition:
Vorläuferzellen von Granulozyten, siehe "Blasten"
myelodysplastische Syndrome
Definition:
(Abk.: MDS) heterogene Gruppe erworbener Knochenmarkerkrankungen, die durch Reifungs- und Funktionsdefekte der Blutstammzellen, eine ineffektive Blutzellneubildung und einem häufigen Übergang in eine akute Leukämie (AML) charakterisiert ist
Myelofibrose
vermehrte Faserbildung (Fibrosierung) im Knochenmark.

 

 

Myelofibrose, sekundäre
Definition:
Myelofibrose, die in Folge einer anderen myeloproliferativen Erkrankung (ET, PV) aufgetreten ist.