MPN-Lexikon

Wir danken der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe (DLH) für die Zusammenarbeit beim Erstellen dieses Lexikons.

Immunabwehr
Definition:
Körperabwehr
Immundefekt
Definition:
Schwächung der normalen Infektabwehr des Körpers. Er kommt sowohl angeboren als Defekt der Entwicklung des Immunsystems vor, kann aber auch im Verlauf einer Erkrankung (wie z.B. Leukämie) oder als unerwünschte Folge eines Arzneimittels auftreten.
Immunglobuline
Definition:
Eiweißstoffe, die als Antikörper in Blut, Gewebeflüssigkeiten und Körpersekreten der körpereigenen Abwehr dienen
Immunmodulatoren
Definition:
Substanzen bzw. Medikamente, die die Reaktionen des körpereigenen Abwehrsystems positiv oder negativ beeinflussen
Immunmodulatorische Substanzen (IMiDs®)
Definition:
Der Begriff bezeichnet eine spezielle Wirkstoffklasse, die bei verschiedenen Blutsystemerkrankungen eingesetzt wird.
Chemische Veränderungen an dem Ursprungsmolekül, dem Thalidomid, führten zu dieser Substanzklasse. Deshalb haben alle IMiDs® Gemeinsamkeiten in Struktur und Wirkung.
Immunstimulation
Definition:
Aktivitätsanregung des Immunsystems
Immunsuppression
Definition:
Maßnahmen zur Unterdrückung des Immunsystems, u.a. bei der Transplantation bzw. bei GvHD
Immunsystem
Definition:
System, das den Körper in die Lage versetzt, Infektionen abzuwehren und das ihn befähigt, zwischen eigenem und fremdem Gewebe zu unterscheiden. Es besteht aus bestimmten weißen Blutkörperchen, Antikörpern, der Thymusdrüse hinter dem Brustbein, Lymphknoten, der Milz und besonderen Strukturen der Darmwand.
in vitro
Definition:
im Reagenzglas
in vivo
Definition:
am lebenden Organismus
indiziert
Begriff für:
medizinisch sinnvoll, angezeigt
INF
Abk. für Interferon
Interferon

Zytokin (körpereigener Botenstoff, Protein), welches heute gentechnologisch hergestellt und auch in der Therapie der MPD-Erkrankungen eingesetzt wird; die (antiproliferative) Wirkweise ist nicht genau geklärt; Verabreichungsform: subkutane Spritzen.

Interferone gehören zur Arzneimittelgruppe der Immunmodulatoren. Sie haben antivirale, wachstumshemmende, antitumorale und immunmodulierende Wirkungen und werden bei Krebserkrankungen, Hepatitis B und C, Multipler Sklerose und Granulomatose eingesetzt. Als unerwünschte Wirkungen treten unter anderem grippeartige Symptome, Veränderungen des Blutbildes und Bewusstseinsstörungen auf. Bei Patienten mit Depressionen und vorbestehenden Herzerkrankungen ist Vorsicht geboten.

IPSS
Definition:
International Prognostic Scoring System, ein Punktesystem zur Prognoseabschätzung bei Patienten mit MDS und PMF
irreversibel
Definition:
nicht umkehrbar

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