MPN-Lexikon

Wir danken der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe (DLH) für die Zusammenarbeit beim Erstellen dieses Lexikons.

Antimykotika
verschiedene Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen
Apherese
gezielte Entfernung bestimmter Bestandteile aus dem Blut mit Hilfe eines speziellen Apparates
Aplasie
Aplasie ist ein Zustand des funktions-unfähigen Knochenmarks, das keine Blutzellen produzieren kann. Bei Leukämiepatienten Zustand, der auf die Chemo- und Strahlentherapie zurückzuführen ist.
Aspergillus
ein spezieller Pilz

Aspergillus-Infektionen gehören zu den Infektionskomplikationen nach einer Transplantation. Eintrittspforte ist häufig die Nase. Betroffen ist am häufigsten die Lunge, aber auch andere Organe können befallen werden.

ASS
Acetylsalicylsäure
asymptomatisch
Definition:
ohne Symptome oder Beschwerden
ATG
Definition:
siehe „Anti-T-Zell Globulin“
autolog
Definition:
von autos [gr.], selbst aus dem Körper entstanden, nicht von außen eingebracht – siehe auch „autologe Transplantation“
autologe Transplantation
Definition:
Eigenspende – Rückübertragung von eigenen Stammzellen, im Gegensatz zur allogenen Transplantation (Transplantation von fremden Stammzellen)
B-Lymphozyten
Definition:
auch B-Zellen. Die sogenannten B-Lymphozyten sind für den komplexen Vorgang der Erkennung eines schädlichen Keimes und der Antikörperbildung verantwortlich.

Dabei durchlaufen sie eine Entwicklung von der Stammzelle bis zur Plasmazelle. Auf jedem dieser Entwicklungsschritte können Störungen auftreten, die letztlich zu einer bösartigen Erkrankung der B-Lymphozyten (B-Zell- Lymphome) führen können.

B-Symptomatik
Definition:
Drei Symptome begleiten die MPN-Erkrankungen häufig gemeinsam : Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsabnahme
Basophile
Definition:
basophile Granulozyten sind Bestandteile des Blutes und gehören zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie spielen eine Rolle bei allergischen Reaktionen und der Abwehr von Parasiten.
BCR-ABL
Definition:
Fusionseiweiß, das von dem Fusionsgen bcr-abl gebildet wird. Dieses Fusionsgen entsteht durch den Austausch von Genmaterial (Translokation) zwischen den Chromosomen 9 und 22 (siehe „Philadelphia-Chromosom“).
Beckenkamm
Definition:
Oberrand des Beckenknochens
Beckenkammbiopsie
Definition:
Entnahme von Knochenmark aus dem Beckenknochen mit Hilfe einer geeigneten Nadel
Biopsie
Definition:
medizinische Untersuchung (besonders mikroskopisch) von Gewebsproben, die dem Patienten entnommen werden
Blasten
Definition:
unreife Vorstufen der weißen Blutzellen
Blastenschub
Definition:
massives Auftreten unreifer Blutzellen
Blut
Definition:

die in einem geschlossenen Röhrensystem (Blutgefäßsystem) zirkulierende, von einem Motor (Herz) bewegte Körperflüssigkeit.

Funktionen: Transport von Sauerstoff, Kohlendioxid, Nähr-, Exkret- und Wirkstoffen – Wärmetransport (besonders bei Warmblütern) – Abwehr (Phagozytose, Antikörperbildung) – Wundverschluss – Erhaltung des hydrostatischen Blutinnendrucks.

Zusammensetzung: B. ist eine wässrige Lösung, in der Blutzellen (Blutkörperchen) suspendiert sind. Die Blutflüssigkeit (Blutplasma) enthält 90% Wasser, kolloidal gelöste Eiweiße und Salze. Die Blutkörperchen setzen sich zusammen aus roten (Erythrozyten) und weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) – rote Blutkörperchen enthalten roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) und dienen dem Sauerstoff- und Kohlendioxidtransport – weiße Blutkörperchen sorgen für die Vernichtung von Fremdkörpern und Bakterien (Eiterbildung), Blutplättchen für Blutgerinnung und Wundverschluss. Die Blutbildung erfolgt im Knochenmark (rote und weiße Blutkörperchen) und im lymphatischen Gewebe (weiße Blutkörperchen). Die Blutmenge beträgt beim erwachsenen Menschen 5–6 Liter.

Blutarmut
siehe „Anämie“

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