Alles über MPN-Erkrankungen

Alles über MPN-Erkrankungen

Das Wichtigste über ET, PV, PMF

Unter dem Begriff "Myeloproliferative Neoplasien" (MPN) werden verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst, deren gemeinsames Merkmal eine gesteigerte Produktion von Blutzellen ist. Ursache dieser Überproduktion ist eine genetische Veränderung der blutbildenden Stammzellen im Knochenmark.

Die Erbgutveränderung wirkt sich je nach Erkrankung unterschiedlich aus. Während bei der Essenziellen Thombozythämie (ET) vorwiegend die Thrombozyten vermehrt auftreten, kommt es bei der Polycythaemia vera (PV) zu einer gesteigerten Produktion der Erythrozyten. Bei der Primären Myelofibrose (PMF) steht die Vermehrung von Bindegewebszellen und -fasern im Vordergrund.

Nicht immer lässt sich die Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose bereits eindeutig zuordnen. In diesen Fällen spricht man von einer (noch) "nicht klassifizierbaren" MPN. Die genaue Zuordnung ist in der Regel erst im weiteren Verlauf der Erkrankung möglich.